00:02:12:Eine schwarze Limousine fährt vor das Hauptportal des Kölner Funkhauses. Die Beifahrertür wird geöffnet und es steigt jemand aus. Weiteres lässt sich leider nicht mehr recherchieren, denn hier stoppt die Kamera und die nächste Szene zeigt das Blau-Gold-Haus am Dom. Hans Münchrath (Jahrgang 1928) drehte diesen 16mm-Film im Herbst 1956. Drei Jahre später wurde er beim WDR als gelernter Radio-Fernsehtechniker angestellt und arbeitete dort für die Deutsche Welle, die im Tiefkeller des Funkhauses bis 1962 ihre Studios hatte. Münchrath avancierte später zum Aufsichtsingenieur und drehte diese Sequenzen rund um den Dom mit ruhiger Hand und gutem Blick fürs Wesentliche. Als über die Hohenzollernbrücke noch Dampfloks fuhren, filmte er in Agfacolor und Kodachrome. Kriegsschäden und Wiederaufbau sind zu sehen. Die Epoche des Wirtschaftswunders beginnt, leider auch zu Lasten der noch vorhandenen Bausubstanz. So ist es mir (Jahrgang 1948) unerklärlich, dass die fast vollständig erhaltenen tollen Türme der Hohenzollernbrücke 1957/1958 abgerissen wurden. Weitere Informationen zu einzelnen Sequenzen entnehmen Sie bitte den Kommentaren.

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1 Kommentare

  • werner.w 07.11.2017, 20:06 Uhr

    00:00:00 Schwenk über den Rhein, mit Hohenzollernbrücke und Altstadt. Über die Hohenzollernbrücke fahren die Dampfloks.
    00:00:34 Alter Omnibusbahnhof - heute (wesentlich höher liegend) - Heinrich-Böll- Platz / Museum Ludwig / Philharmonie.
    00:00:48 Jetzt führt hier vom Rheingarten aufwärts eine breite Treppe hinauf zur Philharmonie und zum Heinrich-Böll-Platz.
    00:00:55 Standpunkt: Mitten in der Altstadt mit Blick über eine Freifläche auf den Dom (heute ein Teil des Martinsviertel). Ganz links: Gerüst am Chor der Kirche Groß St. Martin, rechts: Reste der Südseite des zerstörten Stapelhauses.
    00:01:02 Der Schwenk auf den Dom wäre so nicht mehr möglich. Optisch steht der Dom nun auf einem neuen Podest.
    00:01:20 Der schwarze Wagen - von der Straße 'Domkloster' kommend - biegt ab in die Straße 'Domhof'. Seit 1971 Roncalli-Platz, nach dem bürgerlichen Namen von Papst Johannes XXIII.
    00:01:51 Links das Domhotel
    00:02:07 Der Heinzelmännchenbrunnen
    00:02:12 WDR Funkhaus Wallrafplatz. Die Zeit steht still; auch 2017 sieht alles noch unverändert aus, nur der Baum ist mächtiger geworden.
    00:02:23 Rechts, das Blau-Gold-Haus
    00:02:35 Dom Westseite
    00:03:07 Nahezu vollständig zerstört, die Kirche St.Kolumba, (Madonna in den Trümmern)
    00:03:19 Minoritenkirche und Schwenk entlang der Kolumbastraße bis Dischhaus.
    00:03:37 Die Ruine St.Kolumba mit Blick auf die Domtürme.
    00:03:50 Die Stadt von oben
    00:03:59 Vertikalschwenk aufs Hotel Excelsior
    00:04:16 Schwenk über die Hohenzollernbrücke. Im Osten zu sehen die CFK (Chemische Fabrik Kalk). Hier rauchen die Schlote.
    00:04:36 Bundesbahndirektion am heutigen Konrad-Adenauer-Ufer
    00:05:24 Über die Hohenzollernbrücke schnaufen und Zischen die Dampfloks. In Köln sollte das elektrische Zeitalter der Züge erst 1958/59 beginnen.
    Am Ufer im Hintergrund wird der linksrheinische Pylon der Rheinseilbahn gesetzt. Die Fundamente für die Stützen wurden Anfang September 1956 fertiggestellt, im November '56 die Pylone.

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