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In Prüm ist am 15. Juli 1949 ein französischer Munitionsstollen explodiert. 12 Menschen kamen dabei ums Leben, 60 wurden verletzt und rund 1000 Menschen wurden obdachlos, da weit mehr als 200 Häuser zerstört wurden. Hier stehen Kinder auf den Trümmern. User Ulrich Becker erklärt den Hergang in den Kommentaren genauer.

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2 Kommentare

  • Digit-Redaktion 15.11.2017, 15:48 Uhr

    @Ulrich Becker: Vielen Dank für die Details, wir verweisen auf Ihren Kommentar.

  • Ulrich Becker 14.11.2017, 18:11 Uhr

    Nach dem 2. Weltkrieg hatte die französische Besatzungsarmee im Bereitschaftsbunker unter dem Kalvarienberg 500 Tonnen Munition eingelagert, die ursprünglich zum Sprengen der Westwallbefestigungen dienen sollte. Am 15. Juli 1949 kam es zu einem Brand im Bunker. Die Prümer Freiwillige Feuerwehr löste abends Feueralarm aus und versuchte zu löschen, konnte jedoch nicht bis zum Brandherd vordringen. Es gelang ihr noch sich rechtzeitig zurückzuziehen und große Teile der Bevölkerung zu evakuieren. Um 20:22 Uhr explodierte das Munitionslager. Dabei wurden 250.000 m³ Steine, Erde und Bunkertrümmer in die Luft geschleudert, die dann auf Prüm niedergingen. Zwölf Menschen wurden getötet, fünfzehn Menschen leicht oder schwer verletzt, 965 Menschen wurden obdachlos. In Prüm brach die Wasserversorgung zusammen, die Telefonleitungen und ein Teil der Straßenverbindungen war völlig zerstört, das Krankenhaus, die Schule und die Post, sowie zahlreiche Wohnhäuser lagen in Trümmern. Der Krater hatte eine Größe von 190 x 90 m und war über 20 m tief.

    Für Prüm war es die zweite Zerstörung innerhalb weniger Jahre, da die Stadt im 2. Weltkrieg zu 92 Prozent zerstört worden war. Die Ursache des Unglücks konnte nie richtig aufgeklärt werden. Die Vermutung, dass es sich um Sabotage gehandelt haben könnte, hält bis heute an. Ende der 1990er-Jahre versuchte der damalige Verteidigungsminister Rudolf Scharping in Zusammenarbeit mit dem französischen Nationalarchiv Licht ins Dunkle zu bringen, leider jedoch ohne Erfolg. Auf dem Kalvarienberg erinnert seit 1979 ein sieben Meter hohes Gedenkkreuz an die Katastrophe.

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